Pflanz- und Pflegeanleitung für Rosen
Standort
Rosen sind Sonnenkinder und benötigen daher so viel Sonne wie möglich. Schattige Standorte verringern die Blütenfülle und erhöhen die Anfälligkeit der Pflanze. Der Boden sollte lehmig und mittelschwer bis schwer sein. Die Zugabe von Torfmull oder anderer Bodenlockerer sollte vermieden werden. Im guten Fachhandel werden bereits spezielle Rosenerden angeboten, die das gesunde Wachstum der Pflanzen fördern.
Pflanzung
Die beste Pflanzzeit für Rosen ist von Ende März bis Anfang Mai und von Mitte Oktober bis Anfang Dezember. Containerrosen können ganzjährig gepflanzt werden.
- Zuerst entfernt man vorsichtig die Verpackung, um Triebe und Wurzeln nicht zu beschädigen.
- Die Rose sollte ca. 1-2 Stunden in einen Behälter mit Wasser gestellt werden, damit eine ausreichende Wasseraufnahme erfolgen kann.
- Unmittelbar vor der Pflanzung sollten die Wurzeln und Triebe leicht eingekürzt werden. Bei Frühjahrspflanzungen können die Triebe auch gleich richtig, das heißt auf 3 bis 5 Augen, zugeschnitten werden.
- Die Pflanzung selbst erfolgt in den vorbereiteten, feuchten Boden. Dabei ist zu beachten, dass die Veredelungsstelle (das ist die verdickte Stelle zwischen Wurzeln und oberirdischen Trieben) 3 bis 5 cm unter die Erdoberfläche zu stehen kommt. Damit wird ein Ausfrieren bzw. Vertrocknen des Edeltriebes verhindert.
- Nach der Pflanzung soll die Rose gut angetreten und danach ca. 20 cm hoch angehäuft werden, egal ob die Pflanzung im Frühjahr oder im Herbst erfolgt.
- Die Pflanzabstände für Edel-, Polyantha- und Bodendeckerrosen betragen 35x35cm, für Zwergrosen 20x20cm, für Kletterrosen 150x150cm und für Park-, Wild- und Moosrosen 80x80cm.
- Vorsicht: Da die Rose ein großer Nährstoffräuber ist, muß bei Ergänzungspflanzungen oder Neuanlagen alter Rosenbeete unbedingt darauf geachtet werden, daß der Boden ca. 50cm tief vollständig ausgetauscht wird. Alternativ dazu kann man den Boden zwei Winter ausfrieren lassen (im Herbst grobschollig umstechen) und dann wieder Rosen pflanzen. Wird dies unterlassen, werden die frischgepflanzten Rosen einen schwächlichen Wuchs aufweisen und nur spärlich blühen.
Pflege
- Wenn im Frühjahr der Trieb eingesetzt hat, sollten die Rosen an trüben Tagen abgehäufelt werden.
- Danach erfolgt der eigentliche Rückschnitt. Schwache Triebe werden ganz entfernt, starke Triebe auf 3 bis 5 Augen, das entspricht einer Trieblänge von 15 bis ca. 20 cm, zurückgeschnitten. Wildtriebe, die unterhalb der Veredelungsstelle austreiben, müssen an der Wurzel entfernt werden.
- Nach dem Austrieb sollten die Rosen mit einem speziellen Rosendünger gedüngt werden. Je nach Bedarf und Dünger kann im Laufe des Sommers ein- bis zweimal nachgedüngt werden.
- Falls Krankheiten auftreten, sollten diese speziell bekämpft werden. Im guten Fachhandel werden dafür nicht nur die herkömmlichen chemischen, sondern auch wirkungsvolle biologische Mittel angeboten. Bei wiederkehrenden Pilzkrankheiten wie Rosenrost oder Mehltau empfiehlt sich eine vorbeugende Spritzung nach dem Austrieb im Frühjahr.
- Vor Frostbeginn im Herbst werden die Rosen grob auf ca. 40-60cm zurückgeschnitten. Danach werden sie als Überwinterungsschutz wieder ca. 20cm hoch angehäufelt. Ausnahmen sind hier Kletter-, Park-, Wild- und Moosrosen, die nach der Pflanzung keinen jährlichen Rückschnitt benötigen. Lediglich alte und abgefrorene Triebe sollten regelmäßig ausgelichtet werden. Hochstammrosen benötigen an der Veredlungsstelle, die sich direkt am Kronenansatz befindet, einen Winterschutz. Die Rose kann dazu umgebogen un die Krone mit Erde angehäufelt, oder mit luftdurchlässigem Material wie zB Jute oder Vlies gut eingepackt werden.
